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                          Die Geschichte der kulturellen Beziehungen zwischen Iran und Österreich 

 

Die kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zwischen Iran und Österreich haben eine lange Tradition und sind sehr intensiv. Sie begannen im 16. Jahrhundert in der Zeit der Safawidendynastie, die mit den Habsburgern Kontakt herstellten. Die geopolitische Lage führte dazu, dass seit damals gute und feste Beziehungen aufrecht erhalten wurden. Das erste geschichtliche Dokument darüber, das im Iran erhalten ist, stammt aus dem Jahre 1552: Es ist eine diplomatische Botschaft vom Safawidenschah Tahmasp I. an die Österreicher. Der erste iranische Botschafter kam im Jahre 1523 nach Österreich und der erste Botschafter des Kaisers kam 1529 in den Iran. Die österreichische Botschaft in Teheran wurde im Jahre 1873 eröffnet und war eine der ältesten europäischen Gesandtschaften, was ebenfalls die langjährigen Beziehungen der beiden Länder zeigt.

Im 18. und 19. Jahrhundert wurden gleichzeitig mit den politischen Kontakten auch die Beziehungen auf anderen Gebieten wie Wirtschaft und Militär erweitert. Diese waren besonders in der Zeit der Safawiden sehr intensiv und zahlreiche Österreicher lebten in Isfahan, der damaligen Hauptstadt, besonders im Bezirk der Christen, Dscholfah, und ebenso waren Iraner in Österreich.
 
Das Buch „Cehil Sutun“ von Peter Bedik, das er in lateinischer Sprache verfasste und das im Jahre 1678 in Wien gedruckt wurde, ist einer der ersten Reiseberichte, der in Österreich veröffentlicht wurde und dessen Vorwort auch in Persisch geschrieben wurde. Es gehört zu den seltensten Büchern, die in der österreichischen Nationalbibliothek aufbewahrt werden. Ein weiteres in Österreich herausgegebenes Werk beschäftigt sich mit dem Stil der iranischen Architektur und wurde von Fischer von Erlach verfasst. Zahlreiche literarische Bücher in persischer Sprache werden in der Handschriftenabteilung der Österreichischen Nationalbibliothek aufbewahrt, deren wichtigstes und ältestes das Buch Al-abnijah an-haqajeq al-adwijah von Abu Mansur Muwafaq Herawi, geschrieben von Assadi Tusi im Jahre 1055, ist. Auch in der Bibliothek der Universität Wien werden 40 000 persische Manuskripte von iranischen Dichtern und Wissenschaftlern aufbewahrt.

Von den Iranisten und Orientalisten, die sich in Österreich mit der Übersetzung und der Herausgabe persischer Werke beschäftigt haben, ist besonders Friedrich Rückert zu nennen. Seine Werke umfassen z. B. 44 Ghazelen aus dem Diwane Schams, Gedichte von Hafes, Ferdousi, Sa’di und Dschami und das Buch Haft Ghalsam. Auch Hammer-Purgstall ist ein bekannter Orientalist, der den Diwane Hafes, Chosro wa Schirin von Nezami, Golschane Raz von Scheich Mahmud Schabestari, Taskere Schoara von Doulatschah Samarqandi und Tariche Wassaf auf Deutsch übersetzt hat. Eine Sammlung mit Gedichten von 200 iranischen Dichtern stammt ebenso von ihm. In Österreich gibt es auch viele Werke, die aus der altpersischen Pahlawi-Sprache übersetzt wurden.

Die erste Ausstellung von Dokumenten zur politischen Geschichte der Beziehungen des Irans und Österreichs wurde im März 2002 gleichzeitig mit der Reise des iranischen Staatspräsidenten Chatami nach Österreich in Wien veranstaltet. Die dabei gezeigten Dokumente zeigen ebenfalls die jahrhundertelangen Verbindungen. Zahlreiche gegenseitige offizielle Besuche hochrangiger Vertreter beider Länder, auch durch den früheren Präsidenten Klestil, sind ein Zeichen für die Erweiterung und Vertiefung der gegenseitigen Beziehungen. Nach der iranischen Revolution wurde die neutrale Haltung Österreichs bei den westlichen Wirtschaftssanktionen gegen den Iran und beim aufgezwungenen Krieg des Iraks gegen den Iran die Basis für die weitere Entwicklung der Beziehungen beider Länder. Auch im wirtschaftlichen Bereich gibt es eine gute Zusammenarbeit, die auch Technologietransfer und gemeinsame Investitionen umfasst. Neben den politischen und wirtschaftlichen Verbindungen werden auch in beiden Ländern kulturelle Aktivitäten durch die Kulturabteilung der Botschaft der Islamischen Republik Iran in Wien und das Österreichische Kulturforum in Teheran durchgeführt. Viele Iraner studieren in Österreich, allerdings hat ihre Zahl in den letzten Jahren stark abgenommen.

Mehr als 400 000 Muslime und 30  000 Iraner leben in Österreich, was dieses Land zu einem wichtigen Zentrum für kulturelle Aktivitäten des Irans in Europa gemacht hat. Bei den gegenseitigen Besuchen der Präsidenten wurden Abkommen über die kulturelle und wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Iran und Österreich unterzeichnet. Als Beispiele können die Vereinbarung zwischen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und der Organisation für islamische Kultur und Beziehungen, die auch für die Kulturabteilungen im Ausland zuständig ist, die wissenschaftliche Forschungszusammenarbeit zwischen der Amir Kabir Universität in Theran und den Technischen Universitäten in Österreich und die Zusammenarbeit von medizinischen Universitäten im Iran und der Universiät Graz genannt werden.

Im Jahre 2000 war die Ausstellung „7000 Jahre Persische Kunst“, die zum ersten Mal in Österreich gezeigt wurde, ein beispielloses Ereignis in Europa, das durch die Zusammenarbeit der Kulturabteilung der Botschaft der Islamischen Republik Iran und dem Kunsthistorischen Museum in Wien durchgeführte wurde.

Ein wichtiges kulturelles Ereignis der letzten fünfzehn Jahre und ein Wendepunkt in den kulturellen Beziehugen zwischen den beiden Ländern und auf internationaler Ebene waren die Veranstaltungen zum interreligiösen Dialog. Die dritte Konferenz des christlich-islamischen Dialogs zum Thema „Frieden und Gerechtigkeit und die internationalen Bedrohungen“ wurde im März 2003 in Teheran abgehalten. Der frühere österreichische Bundespräsident Klestil hatte bei verschiedenen Anlässen öfters gesagt, dass er die Initiative des iranischen Präsidenten Chatami für den Dialog der Zivilisationen schätze.

Ein offenes Problem bei den kulturellen Beziehungen ist die Einstellung der iranistischen Lehr- und Forschungstradition an der Universität Wien seit 1971 und damit der Verlust der Iranistik als Studienfach. Ein sehr bedeutender Schritt war aber die Gründung des Instituts für Iranistik der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Jahre 2002.

 

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